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Besuch Neuendettelsau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfram Jacobsen   
Dienstag, den 01. April 2014 um 06:12 Uhr

 Auf den Spuren „MUTIGER BRÜCKENBAUER“ … 
2. Studienfahrt der 9a nach Neuendettelsau am 26.2.2014

„Be the change you want to see in the world!“ , forderte einst Mahatma Gandhi.  Er selbst lebte es vor, warum das notwendig ist und wie es klappen kann. In der 9a beschäftigen wir uns derzeit mit einer ganzen Reihe von Vorbildern, die auf ihre Weise, zu ihrer Zeit und an ihrem Ort die Welt positiv verändert haben: Dazu gehören z.B. auch Martin Luther King, Mutter Theresa oder Vitali Klitschko.  Wir nennen sie „mutige Brückenbauer“. Und: wir wollen von ihnen lernen, was es für uns heute, hier bei uns heißen kann: „Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!“
 
Am 26.2.2014 fuhren wir zu diesem Zweck nach Neuendettelsau ins dortige Diakoniewerk. Dort folgten wir den Spuren eines weiteren mutigen Brückenbauers: Wilhelm Löhe. Von ihm wollten wir lernen, was das heißt: zu dienen, zu helfen, für den Nächsten da zu sein, und dabei seine eigenen Fähigkeiten gezielt einzusetzen.
 

 

Die Oberin des Diakoniewerks, Schwester Erna Biewald, nahm uns im altehrwürdigen Familiensaal des Mutterhauses (in dem Löhe selbst früher gelebt hatte) freundlich in Empfang. Sie führte uns in den Studientag ein und erzählte uns zuerst, wer Wilhelm Löhe überhaupt war.
– Er war ein Kind des 19.Jahrhunderts. Er erlebte die Schattenseiten der Industrialisierung in Mittelfranken hautnah mit. Die unbeschreibliche Not überall ließ ihn nicht mehr los. Getrieben von seinem Glauben an Jesus Christus und seiner Verantwortung zur tätigen Nächstenliebe setzte er sich als Pfarrer in Neuendettelsau mit allen Kräften dafür ein, dass sich etwas ändert: in den Schulen, in den Krankenhäusern, in den Kindergärten, in den Altenheimen, in den Pflegeheimen und in den Behinderten-Einrichtungen. So wurde er Gründer der Diakonie Neuendettelsau mit einem aktuellen Radius weit über die europäischen Grenzen hinaus.
  
Dem gingen wir Neuntklässler jetzt in vier Gruppen auf die Spur:  Zwei verschiedene Senioren-Gruppen und zwei Behinderten-Gruppen warteten schon auf uns und hatten ein hoch interessantes Programm mit uns vor. Davon zeugen die nun folgenden Bilder und auch Antwortschreiben unserer Neuntklässler.
 
 
Neuntklässler schreiben den Behinderten in der Werkstatt …
 
Wir bedanken uns für das kurze Reinsehen in die Behinderten-Werkstatt. Dort hat es uns gefallen, auch wenn es gewöhnungsbedürftig war. Wir konnten uns vorher nicht vorstellen, wie es in so einer Behinderten-Werkstatt so aussieht und was Sie alle dort so alles leisten und Schönes gestalten. Das, was wir dort gelernt haben, werden wir weiterhin mitnehmen und wertschätzen.
Wir möchten uns bei Euch herzlich bedanken. Ihr seid eine wirklich tolle und coole Truppe. Wir fanden es sehr interessant, wie Ihr Eure Arbeit verrichtet. Vielleicht können wir ja euch wieder einmal besuchen kommen. Hoffentlich hat Euch auch einmal unser Besuch ein bisschen Abwechslung gebracht. Wir wünschen Euch Alles Liebe für die Zukunft und dass Ihr weiter so viel Spaß habt.
Wir habe einige nette Leute neu kennengelernt, z.B. Talin, David, Tim oder auch Mandy. Wir hoffen, dass David noch lange mit seiner Freundin zusammen bleibt, dass Mandy weiter Ihre schönen Bilder malt und Tim bald die Uhr auswendig gelernt hat.
Danke, dass wir gestern so toll zusammen gearbeitet haben. Wir hätten vorher nie geglaubt, dass Eure Schreinerei so cool ist. Und dass das das Arbeitsklima bei Euch so entspannt, aber doch geregelt ist. Ihr arbeitet sehr genau! Es hat Spaß gemacht, auch während der Arbeit mit Euch so locker reden zu können. Liebe Grüße und viel Glück, Stefan, beim Traktor-Führerschein und im Rest des Lebens!
Ihr wart alle gleich so nett zu uns! Wir bewundern Euch, wie Ihr alle mit einer bestimmten Krankheit trotzdem arbeiten und ein Ziel erreichen wollt. Jetzt sehen wir alles bei Euch mit anderen Augen. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für uns genommen habt, uns alles so toll erklärt habt und auch so interessant aus Eurem Leben erzählt habt.
Wir werden Euch nie vergessen. Liebe Grüße von
     Julia, Eduard, Kevin, Julian, Daniel, Linda, Nick und Tobias. 
 
 
 

 

 

 

 
 
 

 

 
Um was ging es eigentlich an diesem Tag? – Die Verantwortlichen sprachen von „Sozialem bzw. Diakonischem Lernen“ oder auch „Generationen-übergreifendem Lernen“. Für die Schüler war es schlicht ein Tag der Begegnung zwischen Jung und Alt, zwischen sogenannten „Behinderten“ und „Nicht-Behinderten“ – voller Lebensfreude, Gastfreundschaft, Herzlichkeit, Spaß und erstaunlich vielen lebenspraktischen Erfahrungen: für Geist und Seele! Diese gemeinsame Zeit bleibt uns unvergessen und spornt uns an, selbst mutige Brückenbauer zu sein oder zu werden.
 
„Be the change you want to see in the world!“ 
 
   Die Klasse 9a mit ihrem Lehrer Wolfram Jacobsen.
 
 
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. April 2014 um 06:28 Uhr