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Migrationshintergrund PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Koch   
Dienstag, den 09. Mai 2017 um 08:22 Uhr
Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit
 

 

Im GSE-Unterricht haben sich die 9. Klassen besonders mit dem Thema „Migration“ beschäftigt. Der Begriff ist in den letzten beiden Jahren oft in den Medien aufgetaucht, da sich - bedingt durch den Krieg in Syrien, die Angriffe des IS und die große Armut in vielen afrikanischen Ländern – Millionen Menschen auf den Weg gemacht haben, um ein besseres Leben in Sicherheit und Menschenwürde leben zu können. Auch in unserem Land, unserer Region und unserer Stadt haben Menschen eine neue Heimat gefunden.  
Die Frage, die sich uns deshalb gestellt hat, war:   

 

 

Wie viele Schüler an unserer Hans-von-Raumer Mittelschule haben eigentlich einen Migrationshintergrund? Also, in wessen Familie reichen die Wurzeln von Oma/Opa, Mama/Papa in ein anderes Land als Deutschland?

 
Denn nicht nur heute, auch nach Kriegsende 1945 waren viele Menschen durch Flucht oder Vertreibung gezwungen, sich eine neue Existenz in unbekannten Regionen aufzubauen. Andere kamen in Zeiten des Wirtschaftswunders in Deutschland bis 1974 auf Einladung der BRD, um beim Wirtschaftswachstum zu helfen und sind geblieben. Auch der Balkankrieg in den 1990er Jahren zwang Menschen ihre Heimat zu verlassen und ganz neu anzufangen. Und dann sind dann noch die, bei denen die Liebe oder andere Gründe dazu führten den vertrauten Geburtsort zu verlassen und sich auf eine neue Sprache, Kultur und Menschen einzulassen. Das ist nicht immer leicht.
Deshalb wollen wir durch dieses Projekt darauf aufmerksam machen, dass jeder Mensch Ausländer ist – in fast allen Ländern der Welt….außer dem Geburtsland!                                
Jeder – das bist auch DU, wenn du als Urlauber z.B. nach Italien fährst. 
Hast du schon einmal darüber nachgedacht? Aus diesem Grund finden wir:
Alle Menschen sind gleich – egal welche Herkunft sie haben!
Und das ist die überraschende ANTWORT auf unsere oben gestellte Frage:
121 Schüler haben einen Migrationshintergrund aus 31 verschiedenen Ländern, 161Schüler haben keinen Migrationshintergrund, das heißt die Familien leben seit mindestens zwei Generationen im Herkunftsland Deutschland.
Macht es an unserer Schule also wirklich Sinn von „den Ausländern“ zu sprechen? Herzlichen Dank noch einmal für eure Mitarbeit! Ohne euch wäre das Projekt nicht möglich gewesen.
 Die Klasse 9a mit Frau Koch
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Mai 2017 um 08:34 Uhr